Asien, Reiseberichte
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Ayutthaya – Hauptstadt des Königreichs Siam

Mein chinesischer Sitznachbar im Flieger nach Bangkok will ein paar Tage nach Pattaya und es dort richtig krachen lassen. Wir wollen uns die alte Hauptstadt Thailands  Ayutthaya ansehen. In einer chinesischen Apotheke holen wir uns noch schnell ein paar Pillen gegen Bronchitis und vorsichtshalber eine Packung Atemschutzmasken, die in Bangkok wegen der extrem hohen Luftverschmutzung in einigen Apotheken ausverkauft sein sollen.

400 Jahr war Ayutthaya das Zentrum des mächtigen thailändischen Königreiches, bis es Ende des 18. Jahrhunderts von den Burmesen völlig zerstört wurde. Von hieraus wurde Südostasien beherrscht. Heute zeugen über die ganze Stadt verteilte und zum großen Teil verfallenen Palast- und Tempelanlagen vom Reichtum und Glanz vergangener Zeiten.

Terrasse vor unserem Bungalow im Bann Thai House

Wir wohnen im Bann Thai House, einem großzügig angelegten Park mit 12 kleinen Häuschen mit Seen und kleinen Flüsschen. Hier erleben wir den völligen Kontrast zur quirligen und lauten Metropole Bangkok, eine kleine Oase am Rande der Großstadt.

Night Market Ayutthaya

Es wird schon dunkel, so lassen wir uns mit einem Tuk Tuk zum Night Market bringen – ein Streetfood-Markt, der fast ausschließlich von Einheimischen besucht wird. Englisch wird nicht überall verstanden, mit viel Gestik und Mimik finden wir aus dem unglaublich riesigen Angebot an Köstlichkeiten unser Abendessen. Die Preise sind konkurrenzlos günstig und wir genießen die abendliche Stimmung im Trubel mitten unter den Thailändern.

Gegrillte Riesengarnelen

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Kultur. Das alte Ayutthaya ist UNESCO Weltkulturerbe und der Historische Park eine Sehenswürdigkeit von besonderer Bedeutung. Wegen der großen Entfernungen zwischen den Palästen und Tempeln bzw. deren Überreste mieten wir uns Fahrräder, um möglichst viele der verstreut liegenden Anlagen sehen zu können. Die Sonne scheint gnadenlos vom wolkenfreien Himmel, mit den alten Rädern kommen wir nur langsam voran, können aber den ein oder anderen Elefanten überholen.

Im Historischen Park Ayutthaya

Blick auf die Tempelanlagen

Wir und schwer beeindruckt von der Größe, der Schönheit und der Vielfalt der Palast- und Tempelanlagen, auch wenn der größte Teil zerstört worden ist. Früher galt Ayutthaya als schönste Stadt der Welt und das können wir trotz der vielen Ruinen immer noch ein wenig nachempfinden. Nach 4 Stunden brechen wir die Besichtigungstour ab und wissen, dass wir nur einen Teil der einstigen Pracht des ehemaligen Königreiches Siam gesehen haben.

Weil es in dieser für uns doch fremden Welt so viel zu sehen gibt, drehen wir nachmittags mit den Hotelrädern noch eine Runde bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der Hotelier ermahnt uns eindringlich, noch vor dem Sonnenuntergang zurückzukommen, da sowohl die Straßen ohne Beleuchtung als auch die Fahrräder ohne Licht sind. Karten gibt es nicht, so radeln wir einfach los – wieder durch Tempelanlagen, einfache Wohngebiete, Wiesen und Felder und finden zufällig einen Floating Market und eine Elefantenstation.

Mit dem Rad durch die Tempelanlagen

In Thailand muss rechts überholt werden

Schnell radeln wir zurück, immer die Mahnung unseres Hoteliers im Ohr. Voller neuartiger Eindrücke und interessanter Begegnungen mit einigen Thais lassen wir den Abend im Hotelrestaurant unter freiem Himmel ausklingen.

Thai Lady meets German Lady

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