Asien, Reiseberichte
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Meine TOP-Reiseziele in China – die Große Mauer, die Terrakotta-Armee und der Li-Fluss

Meine Top-Reiseziele in China

Die Große Mauer

Schon als kleiner Junge war mein großer Wunsch, einmal auf der chinesischen Mauer zu stehen. Das „Reich der Mitte“ mit einer der ältesten Kulturen der Welt hat mich schon immer fasziniert. Und jetzt ist ein Traum in Erfüllung gegangen – ich stehe, mehr als ein halbes Jahrhundert später, begeistert und staunend zugleich auf dem längsten Bauwerk, das je von Menschenhand geschaffen wurde.

Auf der Großen Mauer

Auf der Großen Mauer

China ist ein unglaublich spannendes Reiseland, von der Ausdehnung der schon eher ein eigenständiger Kontinent. Um von Ost nach West zu kommen, muss man 5 Stunden im Flieger sitzen. Bei der unvorstellbaren Vielzahl der Sehenswürdigkeiten fällt es außerordentlich schwer, mit dem normalerweise begrenzten Zeit- und Geldbudget eine individuell optimale Auswahl zu treffen. Wir starten unsere Reise durch in der Hauptstadt Peking, in Shanghai und in Hongkong wollen wir unsere Reise durch das chinesische Riesenreich beenden. Auf jeden Fall müssen meine TOP 3 Highlights China dabei sein: Chinesische Mauer, die legendäre Terrakotta-Armee und eine Mini-Kreuzfahrt auf den mystischen Li-Fluss.

Die Große Mauer

Die Große Mauer

Unser Fahrer fährt wie der Henker, er setzt mehr die Hupe als die Bremsen ein. In einem rekordverdächtigen Tempo legen wir die rund 70 km vom Zentrum Pekings zu der Großen Mauer vor den Toren der Stadt zurück. Und dann sehen wir sie – das Weltkulturerbe Chinesische Mauer. Das ist schon beeindruckend, das gewaltige Bauwerk aus der Nähe zu sehen, noch erhabener ist das Gefühl, auf der „Langen Mauer“, wie sie in China heißt, zu stehen und auf ihr spazieren zu gehen. Ein Kindheitstraum ist wahr geworden! Die Menschenmassen sind schwer gewöhnungsbedürftig, rund 10 Millionen Menschen pro Jahr laufen wie wir über die Mauer. Doch kaum zu glauben, nach ein paar 100 Metern sind wir alleine und lassen die eindrucksvolle Kulisse in aller Ruhe auf uns wirken.

Die Große Mauer

Die Große Mauer

Es ist übrigens ein Mythos, dass die Chinesische Mauer mit bloßem Auge aus dem Weltraum zu erkennen sei. Mit leichtem Schaudern denken wir an die geschätzten 250.000 Menschenleben, die beim Bau der Mauer ihr Leben lassen mussten und möglicherweise – da sind sich die Gelehrten nicht ganz einig – in dem Mauerwerk eingebaut wurden. Auf jeden Fall ist die Chinesische Mauer ein einzigartiges Bauwerk, das sich mit einer geschätzten Gesamtlänge von 8850 km durch die hügelige Landschaft windet. Und weil es so ein tolles Gefühl ist, auf diesem gigantischen Bauwerk inmitten der grünen Landschaft  die wechselvolle Geschichte Chinas zu spüren, wandern wir auch die andere Seite noch ein gutes Stück entlang, wieder so weit, bis wir alleine sind.

Jetzt verstehen wir auch den Spruch, dass beim Fliegen das Gefährliche die Fahrt zum Flughafen sei. Unser Fahrer wühlt sich auf seine eigene ruppige Art durch den morgendlichen Verkehr in Peking. Überall Staus, aber er findet immer noch eine Lücke, in die er mit Vollgas hineinfährt. Da sind wir doch echt froh, als wir im Flieger nach Xi‘An sitzen. Am Flughafen werden wir von einer netten Reiseleiterin, die hervorragend deutsch spricht, in Empfang genommen und starten sofort mit der Besichtigung dieser geschichtsträchtigen und wohl ältesten Stadt Chinas. Hier begann und endete übrigens die berühmte Seidenstraße.

Die Terrakotta-Armee

Heidi mit Reiseleiterin

Heidi mit Reiseleiterin

Vor dem Besuch eines weiteren Höhepunkte unserer China-Rundreise – der weltberühmten Terrakotta-Armee – schauen wir uns ein weiteres Wahrzeichen Xi‘Ans an –  die große Wildganspagode und wandern anschließend über die 14 km lange und 12 m hohe Stadtmauer. Von dort haben wir trotz der diesigen Luft einen herrlichen Blick sowohl auf das alte als auch auf das moderne Xi‘An. 

Terrakotta-Armee

Terrakotta-Armee

Der Anblick der Terrakotta-Armee ist überwältigend, zweifelsfrei gehört die Terrakotta-Armee zu den Top-Reisezielen in China. Über 7000 Soldaten und Pferde ließ der erste chinesische Kaiser als Grabbeigabe für sich errichten, weil er der Meinung war, auch im Jenseits Kriege führen zu müssen. Darüber hinaus wollte er sich ein Denkmal setzen, dass die Welt noch nicht gesehen hat. Das ist ihm hervorragend gelungen, auch wenn bisher nur rund 2000 Figuren ausgegraben worden sind. Alle Krieger wurden unterschiedlich gestaltet und weisen individuelle Gesichtszüge auf.  Ursprünglich waren sie bemalt, die Farben sind jedoch durch die Witterung  im Laufe der Jahrhunderte völlig zerstört worden.

Streitwagen

Streitwagen

 

Krieger der Terrakotta-Armee

Krieger der Terrakotta-Armee

Staunend stehen wir vor der steinernen Streitmacht, die lebensgroßen Figuren in Gefechtsformation strahlen eine unglaubliche Stärke und Kraft aus. Noch mehr sind wir beeindruckt von der Vermutung, dass die Krieger lebenden Soldaten aus der damaligen Zeit nachempfunden wurden. Die Bogenschützen in den ersten Reihen bilden die Vorhut, dann folgt die Hauptarmee und am Ende der riesigen Armee die Nachhut. Auch die Gespanne, die Streitwagen und Personenwagen, sind naturgetreu dargestellt und unterstreichen den gewaltigen Eindruck der Tonkrieger.

Terrakotta-Armee

Terrakotta-Armee

Die monumentale Grabstätte wurde erst 1974 zufällig von einem Bauern auf der Suche nach Wasser entdeckt, so wurden erst in den letzten Jahren 2000 Jahre Geschichte sichtbar. Unsere Reiseleiterin kann so spannend und lebendig erzählen, als wenn sie selbst dabei gewesen wäre. Wir erfahren wieder eine Horrorzahl – 700.000 Arbeiter wurden gezwungen, diese gewaltige Grabstätte des ersten chinesischen Kaisers Qin Shi Huang Di zu errichten. Schade nur, dass die ursprünglich leuchtend bunten Farben der Tonfiguren an der Luft verloren gehen. So arbeiten  Wissenschaftler auch aus Deutschland an innovativen Verfahren, um bei den weiteren Ausgrabungen die Farbenpracht zu konservieren. Also lohnt es sich auf jeden Fall, in späteren Jahren nochmals die Terrakotta-Armee zu besuchen. 

Auf dem Li-Fluss

Rasanter Szenenwechsel – wir sind auf dem Weg zum nächsten Highlight und landen gegen Abend in der schönsten Stadt Chinas. Das glaubt zumindest unsere Stadtführerin,  die uns am Flughafen in Empfang nimmt, dass Guilin die schönste Stadt im Reich der Mitte ist. Guilin, idyllisch am Li-Fluss gelegen, ist wirklich hübsch, viele Parks und Grünanlagen lockern das Stadtbild auf. Aber wir sind nicht wegen der Stadt Guilin hier, auch wenn das Warenangebot vor allem im Bekleidungsbereich topmodern ist und Restaurants und Cafés zum Verweilen einladen, wir wollen die einmalig schöne Landschaft und die natürlichen Schönheiten der Region Guangxi erleben.

Auf dem Li-Fluss

Auf dem Li-Fluss

Die Mini-Kreuzfahrt auf dem Li-Fluss ist ein unvergessliches Erlebnis. Eine zauberhafte Landschaft zwischen Guilin und Yangshuo zieht alle Besucher in ihren Bann, die Szenerie zu beiden Seiten des Flusses ist traumhaft schön. Die Karst-Berge liegen da wie gemalt, auf der Welt einmalig, allenfalls vergleichbar mit der Halongbucht in Vietnam oder den Mogoten auf Kuba. Die Sonne ist den ganzen Tag nicht zu sehen, eine Dunstschicht liegt über dem Fluss. Aber gerade die Wolken und Nebelfelder schaffen eine mystische und geheimnisvolle Stimmung und machen den besonderen Reiz  dieser Bergkegel-Landschaft aus.

Auf dem Li-Fluss

Auf dem Li-Fluss

Am Flussufer spielt sich das normale Leben der Bauern ab, wir gewinnen immer wieder neue und imposante Eindrücke. Noch schöner und vor allem romantischer wäre unsere Flusskreuzfahrt, wenn nicht so unglaublich viele Boote mit uns unterwegs wären. Aber 10 Millionen Besucher pro Jahr, davon 9 Millionen Chinesen, kommen jedes Jahr hierhin und fahren wie wir diese Strecke flussabwärts, um die einmalig schöne Landschaft mit ihrer unvergleichlichen Karstbergen zu bewundern. Das Mittagessen auf unser Schiff ist eher bescheiden, trotzdem verzichten wir auf den Schlangen-Schnaps zur besseren Verdauung – die Schlange in der bauchigen Schnapsflasche sieht nicht besonders einladend aus.

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Wir können aus eigener Erfahrung bestätigen: China ist ein unglaublich faszinierendes und spannendes Reiseland. Die Gegensätze zwischen Tradition und Moderne, zwischen Mega-Citys und einsamen Landschaften, zwischen Gestern und Heute oder besser noch Morgen – es gibt unendlich viel zu sehen und zu erleben. Sie brauchen Monate, um nur die wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen zu können. Sie müssen eine Auswahl treffen, kein leichter Prozess – vielleicht helfen meine TOP 3 der Highlights  bei der Entscheidungsfindung.

Im Internet gibt es eine Vielzahl von interessanten und nützlichen Webseiten, auch über die hier beschriebenen  Top-Highlights, die meisten mit ordentlicher englischer Übersetzung. Gereist sind wir sowohl individuell und als auch organisiert mit Privatwagen und Reiseleiter vor Ort.  In Peking haben wir im Double Tree by Hilton (www.hilton.com) und in Xi‘an im Sheraton Xian Hotel (www.starwoodhotels.com/sheraton) gewohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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