Afrika, Reiseberichte
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Mit der AIDAaura zu den Seychellen

Mit der AIDA zu den Seychellen

Seychellen

Die Seychellen erfüllen alle Ansprüche an ein Tropenparadies. Sie sind ein Sehnsuchtsziel für Menschen aus aller Welt, die ihre Träume vom perfekten Urlaub Wirklichkeit werden lassen wollen. Wir steuern mit der AIDAaura Mahé, die größte der 115 Tropeninseln der Seychellen, an. In Victoria, mit 28.000 Einwohnern die kleinste Hauptstadt der Welt, machen wir pünktlich nach 2 Seetagen mit mittelschwerem Seegang um 9 Uhr an der Hafenmole fest.

Felsformationen im üppigen Grün

La Digue

Die Ankunft im Paradies haben wir uns anders vorgestellt – es regnet in Strömen. Nachts wurden wir schon von mächtigen Gewittern mit starkem Regen überrascht, für die Tropen ist der Mix von Sonne, Regen und Wind zu dieser Jahreszeit völlig normal. Es regnet so stark, dass die Wassermassen an einigen Stellen durch die Decke der AIDAaura fließen. Trotzdem – wir wollen ins Paradies eintauchen. Mit einer großen Fähre setzen wir bei unruhiger See nach Praslin über, der „kleinere Schwester“ von Mahé, auch mit Traumstränden und tropisch-üppigem Grün gesegnet. Aber wir wollen noch weiter, unser Ziel ist das kleine Inselparadies La Digue, eine Insel wie aus dem Bilderbuch. Nach einer kurzen Motorbootfahrt kommen wir schließlich am späten Vormittag auf La Digue an. Der Regen hat nachgelassen, aber der Eintritt ins Paradies ist doch leicht getrübt.

Einsame Bucht

Auf La Digue gibt es fast keine Autos, dafür Ochsenkarren und Fahrräder. Wir entscheiden uns für das Fahrrad als Transportmittel. Die Räder sind zwar alt und klapprig, die Schaltung funktioniert manchmal, aber immer dann nicht, wenn es bergauf geht. Aber wir kommen überall hin und radeln durch den üppig-grünen Dschungel auf meistens befestigten Straßen und Wegen. Anfangs fahren wir noch um die Pfützen herum, aber dann sind wir von oben und unten nass und fahren mitten durch. Die Einheimischen haben auch auf dem Fahrrad einen Regenschirm aufgespannt und radeln gemütlich durch die Gegend. Nur keine Eile und Hektik – morgen ist auch noch ein Tag, das ist hier das Motto. Die Insel ist nur 5 qkm groß, wir können alle schönen Ecken gut mit dem Rad erreichen.

Beeindruckende Granitfelsen

Unsere Erwartungen werden mehr als erfüllt. Die Strände sind traumhaft schön, von allen Seiten in wilde Formationen von Granitfelsen eingefasst. Die Kontraste zwischen dem blauen und türkisfarbenen Meer, den grauen, glatt geschliffenen Granitfelsen und dem satten Grün der üppigen Vegetation schaffen ein überaus idyllisches und perfektes Ambiente. Schon fast zu schön, um echt zu sein. Da ist es wirklich kein Wunder, dass die Werbebranche diese Buchten immer wieder gerne für Foto- und Filmaufnahmen nutzt. Als dann noch der Regen nachlässt und die Sonne sich kurz blicken lässt, sehen wir den Traum eines perfekten Tropenparadieses in der Wirklichkeit. Und wir sind dabei – immer mit dem Fahrrad.

Nur Fussspuren im Sand

Auch im Paradies geht der Tag zu Ende, wir müssen zurück. Ein letztes Bier beim Warten auf die Fähre, ein letzter Blick auf die Traumlandschaften des Inselparadieses La Digue, dann bringen uns die Motorboote wieder zu unserer AIDAaura.

Abschied von La Digue

Mahé

Mahé ist zwar die größte Insel der Seychellen, aber auch nur 28 km lang und 8 km breit. Mit 37 Traumstränden, über 900 m hohen Bergen und einer überbordenden Vegetation wird sie auch als „Insel des Überflusses“ bezeichnet. Wir wollen möglichst viel von diesen paradiesischen Naturschätzen sehen und mieten ein Auto. Die Straßen sind gut ausgebaut, an den Linksverkehr gewöhnen wir uns schnell. Schon nach wenigen Kilometern tauchen wir in die tropische Natur ein und werden verwöhnt mit vielen, unglaublich schönen Ausblicken auf türkisfarbenen Meeresbuchten im tropisch-üppigen Grün.

Unterwegs mit dem KIA

Wir nehmen die „Sans-Souci“-Straße zwischen der Inselhauptstadt Victoria und der Westküste, eine Panorama-Straße mit vielen Kurven und steilen Anstiegen. „Sans Souci“ heißt „ohne Sorgen.“ Sorgen haben wir keine, außer dass wir eine Tankstelle suchen müssen, davon gibt es nur 6 auf der Insel. Die Straße ist ziemlich schmal und auf der linken Seite meistens von einer tiefen, betonierten Abwasserrinne begrenzt. Da wird der Beifahrer auf der linken Seite – meistens ich – doch leicht nervös, wenn der Fahrer oder besser die Fahrerin bei Gegenverkehr in den Kurven haarscharf am linken Rand vorbeifährt.

Blick auf Victoria

An der West-Coast-Road folgt eine Bucht der anderen, alle paradiesisch schön. Weitläufige Strände, lang gezogene Korallenriffe, heller Sand, die für die Seychellen so typischen Granitfelsen, eingerahmt von Tropenbäumen und Kokospalmen, schaffen ein perfektes Ambiente. Die Naturschönheiten im Zusammenspiel der unterschiedlichen Farben sind so beeindruckend, dass sie fast schon kitschig und wie gemalt wirken. Wir können uns nur schwer entscheiden, in welcher der vielen Traumbuchten wir relaxen und baden sollen. Einige Strände sind so menschenleer, dass wir uns freuen, wenn wir in der Ferne andere Strandbesucher sehen. Das Wasser ist angenehm warm, die Sonne scheint und die Umgebung überwältigend – besser geht es nicht.

Auf der West-Coast-Road

Auf der anderen Inselseite geht es wieder zurück nach Victoria. Wir  folgen der ebenfalls gut ausgebauten East-Coast-Road. Zwischenzeitlich haben wir auch eine Tankstelle gefunden, gezahlt haben wir mit Euros. Im Kaz Kreol, einem beliebten Strandrestaurant, testen wir die kreolische Küche – sehr lecker, aber ordentlich scharf. Auf unsere Frage nach der Internet-Verbindung erfahren wir, dass hier nur essen, trinken, schwimmen und relaxen angeboten werden. So machen wir das dann auch. In der idyllischen Bucht mit den hoch aufragenden Granitfelsen, dem perfekten Strand und dem türkisfarbenen Wasser genießen wir das Seychellen-Feeling. Nicht alle Strände sind ideal zum Baden und Schnorcheln. Eine starke Brandung, gefährliche Strömungen oder zu flaches Wasser vor allem bei Ebbe schränken die Wassersportmöglichkeiten ein, aber der Postkartenanblick bleibt.

Inselhauptstadt Victoria

Clock Tower in Victoria

Die gemütliche Inselhauptstadt hat zwar nur 2 Ampeln, aber schon einige Staus, als wir gegen 17 Uhr in Victoria ankommen. Wir bummeln durch das Zentrum, schauen uns die bekannteste Sehenswürdigkeit Victorias, den Clock Tower, an, besuchen die Markthalle mit den Obst-, Gemüse- und Fischhändlern und schlendern durch die Gassen der Altstadt. Alles läuft geruhsam, von der Hektik einer Hauptstadt keine Spur. Als wir dann abends unseren Mietwagen wieder abgeben, geht eine wunderschöne Reise durch ein kleines Paradies zu Ende.

Sonnenuntergang im Indischen Ozean

Zurück nach Mauritius

Mit leichter Verspätung – 2 Mitreisende haben das Schiff nicht pünktlich erreicht – legt die AIDAaura ab. 1800 km durch den Indischen Ozean auf dem Weg nach Mauritius liegen vor uns. Das ist die Entfernung Kiel – München und wieder zurück. 2 Tage und 2 Nächte auf dem Wasser, die See wird etwas rauer, der Wind frischt auf. Weit und breit kein Land in Sicht, auch kein Schiff lässt sich blicken. Aber auch die Seetage sind abwechslungsreich und unterhaltsam. Wir sind dauernd auf dem Schiff unterwegs, treiben viel Sport, hören uns Vorträge an, schwitzen in der Sauna, gönnen uns eine Massage, liegen manchmal in der Sonne, schauen uns die vielfältigen und manchmal einfältigen Unterhaltungsprogramme an. Zum Lesen bleibt an manchen Tagen kaum Zeit. Wir müssen schon unsere Termine koordinieren und in den Bordkalender eintragen. Zu den Essenszeiten in einem der Restaurants sind wir immer pünktlich. Um den Menschenmengen und dem Gewusel am Buffet zu entkommen, weichen wir häufig in das exklusive und ruhige Ambiente des Selection Restaurants, dem früheren Rossini, aus. Da schmeckt nicht nur das Essen besser, auch die Auswahl an Weinen ist sehr gut.

Abschieds-Sundowner

Auch wenn wir noch ein paar Tage auf Mauritius bleiben, sind wir schon ein wenig traurig, dass die Kreuzfahrt mit der AIDAaura durch den Indischen Ozean zu Ende geht. Nicht alles lief rund und planmäßig, aber wir haben mit Madagaskar und den Seychellen 2 neue Traumziele gesehen und eine wunderschöne  und unvergessliche Schiffsreise erleben dürfen.

Mit der AIDAaura waren wir vom 13.01. – 27.01.2018 im Indischen Ozean unterwegs. Informationen über die Kreuzfahrten mit den AIDA-Schiffen finden sich u.a. unter http://www.aida.de. 

Siehe auch die Erlebnisse auf dem Weg nach Madagaskar und auf Madagaskar.

Mit der AIDAaura nach Madagaskar

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