Asien, Reiseberichte
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Mit der AIDAvita von Singapur nach Hongkong (Teil 2)

Kota Kinabalu/Malaysia
 

Dieses Mal verläuft unsere Ankunft in Kota Kinabalu – von den Einwohnern KK abgekürzt – stressfreier. Bei unserem letzten Besuch 2010 ließ uns der Kapitän auf dem Flug von Kuala Lumpur nach KK kurz vor der Landung wissen, dass er auf dem Flughafen wegen schwerer Gewitter und stürmischer Winde nicht landen könne. Kurze Zeit später teilte er uns dann mit, dass er es doch versuchen wolle. Da waren wir bei der Landung schon schwer angespannt, aber wir konnten dann doch mehr oder weniger problemlos landen. Dieses Mal mit der AIDAvita lief die Ankunft völlig reibungslos – bestes Wetter, als wir überpünktlich im Hafen von Kota Kinabalu einlaufen.

KK ist die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah an der nördlichen Spitze Borneos. Sie liegt wunderschön zwischen Tropeninseln und dem Kinabalu Nationalpark mit dem über 4.000 Meter hohen Mount Kinabalu.

Bei unserem letzten Besuch haben wir die Stadt ausgiebig erkundet, bevor wir zur Rundreise durch Sabah mit Wanderungen durch den Regenwald und Übernachtungen im Dschungel gestartet sind. So ziehen wir zu Fuß vom Kreuzfahrt-Terminal am Rande der Innenstadt über die Uferpromenade ins lebhafte Stadtzentrum. Längere Zeit verbringen wir in den Markthallen mit der riesigen Auswahl exotischer Früchte, schauen uns die Innereien und abgetrennten Köpfe verschiedener Tiere an und lassen uns in der Fischhalle besonders interessante Fische erklären. So ersetzt dieser Besuch des Central Market mehrere Stunden Biologieunterricht.

Direkt vor den Markthallen liegt die Fischereiflotte, alte Kähne mit vorsintflutlicher Ausstattung. Wenn man das reichhaltige Angebot auf den Marktständen sieht, scheinen die heimischen Fischer erfolgreich auf den Meeren unterwegs zu sein.

 

Um noch weitere Eindrücke aus dieser für uns doch fremden Welt aufzunehmen, ziehen wir kreuz und quer durch die Innenstadt und schauen uns die Geschäfte an, die vor allem von Malaien, Indern und Chinesen betrieben werden. Aber einen ordentlichen Kaffee trinken wir dann doch bei Starbucks, bevor wir wieder Richtung Schiff den Heimweg antreten.

Palawan/Philippinen

Der Empfang im Hafen von Puerto Princesa ist besonders freundlich – eine Blaskapelle, ein Chor und eine Tanzformation empfangen uns begeistert, wir fühlen uns willkommen. Uns wird eine Muschelkette umgehängt, eine nette Geste. Palawan ist berühmt für seine weißen Traumstrände und das türkisfarbene Wasser, aber auch für interessante Tauch- und Schnorchelreviere. Wir wollen heute nicht das Strandleben genießen, obwohl das Tropenparadies Palawan zu den schönsten Inseln der Welt gehört. Unser Ziel ist der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark, der seit 1999 zum neuen UNESCO-Weltnaturerbe und zu den neuen sieben Naturwundern zählt.

Mit Helm in die Höhlenwelt

 

Affen springen umher, Warane ziehen durch das Unterholz, Beos sitzen in den Bäumen – wir sind im Nationalpark angekommen. Hauptattraktion ist der Untergrund-Fluss, mit 4 km schiffbarer Länge der zweitlängste Untergrundfluss der Welt. Ausgerüstet mit Schwimmweste und Helm steigen wir in kleine Boote, die von einem einheimischen Führer geschickt durch die Finsternis gesteuert werden. Die Taschenlampe unseres Ruderkapitäns erleuchtet die spektakuläre Szenerie. Nur die ersten 1,2 km sind für die Besichtigung freigegeben. Wir sind beeindruckt von der Vielfalt und Einzigartigkeit der Felsformationen und Dome, untermauert auch von den lebendigen Informationen, die wir über den Audioguide erhalten.

Felsformationen in der Höhle

Waran im Unterholz

Auf der Rückfahrt erwischt uns die Rushhour von Puerto Princesa, so müssen wir auf den Stadtbummel verzichten und können am Pool noch ein wenig Sonne tanken und an der Ocean Bar auf Deck 7 den herrlichen Sonnenuntergang mit einem Drink bewundern.

Sonnenuntergang

 

Coron/Philippinen

Ursprünglich sollte die AIDAvita die wunderschöne Tropeninsel Boracay anlaufen, aber der philippinische Präsident hat wegen starker Vermüllung die Insel für Touristen gesperrt. So landen wir auf Coron Island, auch eine gute Alternative. Berühmt ist die Insel für ihre traumhaften, paradiesischen Strände und die weltberühmten Tauchreviere.

Anleger Puerto Coron Island

Das Anlegen verläuft nicht ohne Probleme, der Kai ist morsch und stellenweise völlig zerbröselt. Aber nach langen Diskussionen mit den Hafenbehörden und dem Kapitän macht die AIDAvita dann doch fest und wir können an Land gehen.

Traumhafte Buchten

Mit einem landestypischen Motorboot wollen wir die Schönheiten mehrerer malerischer Inseln kennenlernen und starten bei bestem Wetter. Diese Idee haben auch ein paar andere Reisende, so setzt sich eine kleine Armada von Knatterbooten in Bewegung. Aber dann geben sich die Bootsführer Handzeichen und drehen auf offener See um. Der Wind hat aufgefrischt und sie wollen das Risiko nicht eingehen, auf dem ungeschützten Pazifik mit dem Boot zu kentern.

Gewaltige Kalksteinformationen vor Coron Island

Wir laufen – und mit uns viele andere Boote – eine geschützte Bucht an, können aber in dem warmen, samtweichen Wasser baden und uns am feinsandigen Strand in die Sonne legen. Schade nur, dass Schnorcheln in dieser Bucht wegen fehlender Korallen keinen Sinn macht – nur ein paar einsame Fischlein schwimmen umher.

Der Wind lässt nicht nach, auch andere Boote trauen sich nicht auf  das offene Meer. Schließlich wird die Bade- und Schnorcheltour mit dem Besuch mehrerer tropischer Insel zu einer Panoramafahrt umdeklariert. So schippern wir bei starker Brise und munterem Wellengang an der Küste entlang und steuern die eine oder andere Bucht an. Die gewaltigen zerklüfteten Kalksteinformationen, einige komplett vom Dschungel bedeckt, steil aufsteigende Berge und tiefe Schluchten, traumhafte Strände – das ist schon eine faszinierende Szenerie.

Hongkong/China

Schöner und zentraler, allenfalls vielleicht im obersten Stock des Peninsula-Hotels, kann man in Hongkong nicht wohnen. Die AIDAvita liegt am Ocean Terminal Tsim Sha Tsui direkt im Herzen der Stadt in Kowloon. Wir haben einen spektakulären Blick auf das Hochhauspanorama von Victoria Island, können sogar vom Bett aus den herrlichen Blick vor allem bei Dunkelheit genießen.

Ocean Terminal

Schon die Einfahrt nach Hongkong war grandios: Nach stürmischer Überfahrt während der Nacht mit Windstärke 8 laufen wir in den geschützten Hafen von Hongkong ein. Es ist frisch geworden, rund 20 ° Celsius, aber die Sonne bricht durch die Wolkendecke. Nach der Freigabe des Schiffes durch die chinesischen Behörden am späten Nachmittag ziehen wir los.

Blick auf Victoria Island

Von unserem Liegeplatz ins Zentrum von Kowloon zu gelangen ist nicht so einfach. Wir müssen mehr als 200 Meter durch ein neues Einkaufszentrum mit 450 Geschäften gehen, bevor wir auf der Straße im Hafen sind. Der Stadtteil Kowloon gehört zu den dichtesten besiedelten Gebieten der Welt, das merken wir sofort, als wir in das Menschengewühl eintauchen. Wir spüren sofort, dass in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong mit ihren 7 Millionen Einwohnern der Handel eine große Rolle spielt, überall Luxusläden und Nobelrestaurants mit saftigen Preisen, Luxuskarossen auf den Einkaufsstraßen und viele top modisch gekleidete Chinesen. Es soll hier in Hongkong 67 Milliardäre geben !

Licht- und Lasershow

Schon auf der Promenade an der Südküste verweilen wir längere Zeit. Nicht nur wegen des herrlichen Blicks über den Victoria Hafen, sondern die Menschen hier zu beobachten zieht uns voll in den Bann. Vor allem die vielen sehr hübschen jungen Damen, top modisch gekleidet, fallen uns auf, wie sie mit ihren Handys und unendlicher Geduld ein Selfie nach dem anderen schießen und dabei selbstverliebt in die Kamera schauen. Auch die kleinen süßen Kinder werden pausenlos fotografiert, das scheint ihnen auch zu gefallen. Die Sonne geht unter, wir blicken fasziniert auf die bunt erleuchtete Skyline der Hochhäuser auf der gegenüberliegenden Hafenseite. Die lebendige und farbenfrohe Szenerie wird noch getoppt durch die tägliche Lichter- und Lasershow.

Selfie mit Ladies an der Waterfront

Wir wollen auch die ländlichen Gebiete von Hongkong kennenlernen, schließlich soll es hier 40 Strände geben. Mit dem Bus fahren wir an die Südküste von Hongkong Island, schauen uns malerisch gelegene Buchten und kleine Örtchen an, aber das leicht diesige Wetter und die frischen Temperaturen laden nicht zum längeren Bummel und schon gar nicht zum Baden ein. Vor der gewaltigen Hochhauskulisse auch in den ländlichen Gebieten kommt hier keine besondere Romantik aus, wir fahren zurück ins quirlige Zentrum von Kowloon.

Nun sitzen wir im Flughafen von Hongkong und warten auf unseren Flieger nach Bangkok. Wir fühlen uns ein wenig schlapp wegen der asiatischen Maul- und Klauenseuche, die wir uns eingefangen haben – in Deutschland auch Bronchitis genannt – und freue uns auf die Erlebnisse und Eindrücke in Thailand.

Dieser Beitrag wird noch überarbeitet und aktualisiert. Die Internet-Verbindung (WLAN) auf der AIDAvita ist extrem langsam und arbeitet nicht störungsfrei, so dass insbesondere bei der Übertragung von Bildern eine leistungsstarke Verbindung notwendig ist.

 

 

 

 

 

1 Kommentare

  1. Anja Fromme sagt

    Sehr begeistert- und natürlich auch ein wenig neidisch- haben wir Eure Südostasien-Reise bis hierher verfolgt! Es ist toll, was Ihr schon wieder gesehen und erlebt habt! Besonders beeindruckend und interessant finden wir die Berichte und Fotos vom zweiten Teil der Kreuzfahrt- insbesondere die Philippinen- da Ihr hier Orte besuchen konntet, die mit Sicherheit nicht jeder bereist! Hongkong ist toll! Wir wünschen Euch gute Besserung für Eure „Maul- und Klauen- Geschichte“ (Hört sich irgendwie noch etwas fieser an, als eine schnöde Bronchitis :-(.. und sind schon gespannt auf weitere Berichte, Erlebnisse und Fotos!
    Ganz liebe Grüße vom heimischen Sofa, Anja und Stefan

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